Newsletter Ausgabe 02/2022

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Blau-Gelbes Café für die Familien ukrainischer krebserkrankter Kindern

In der Unterkunft der Familien im Hohlweg ist ein bunter, gemütlicher Treffpunkt entstanden.

Blau-Gelbes Café für die Familien ukrainischer krebserkrankter Kindern

An der Hand ihrer Mutter und mit einem Pflaster über dem linken Auge hüpft die kleine Masha in den großzügigen Raum mit den bunten Sofas, Sesseln und Stühlen im ehemaligen Wohnheim auf dem Campus des Universitätsklinikums. Hinter ihnen fährt ein etwa sieben Jahre alter Junge im Rollstuhl mit blinkenden Vorderrädern herein, dicht gefolgt von seinem Kumpel mit strohblondem Haar und schelmischem Grinsen. Sie alle sind schon ganz gespannt, denn heute findet wieder das Bilderbuchkino im Blau-Gelben-Café statt. Dabei werden Geschichten auf Ukrainisch vorgelesen, während sich alle gemeinsam die zugehörigen Seiten des Bilderbuchs auf einem großen Bildschirm ansehen – fast wie im Kino eben.

In dem eigens angemieteten Gebäude leben derzeit etwa 15 Ukrainische Familien, die vor dem Krieg in ihrem Land fliehen mussten und deren Kinder aufgrund einer Krebserkrankung oder Kriegsverletzung in der Universitätsmedizin Essen (UME) behandelt werden. Hier, genauer in der dritten Etage, befindet sich auch das Blau-Gelbe Café. „Mit der Idee des Cafés haben wir einen Ort für die ukrainischen Menschen geschaffen, der Gemütlichkeit ausstrahlt, an dem man sich wohlfühlt und zusammenkommen kann. Der Raum steht den Familien jederzeit offen. Zusätzlich haben wir uns verschiedene Aktionen überlegt und umgesetzt, mit denen wir das Café weiter mit Leben füllen und Ablenkung vom Alltag in der Klinik bieten“, erzählt unsere Institutsleiterin Monja Gerigk. Da trifft es sich gut, dass in dem Raum seit jeher auch ein großer Flügel steht. Denn neben dem Bilderbuchkino hat sich auch ein „Kreativnachmittag“ mit Musizieren, Singen, Malen und Basteln als fester Termin etabliert gemeinsam mit Musikpädagogin und -therapeutin Dr. Susann Kobus aus der Kinderklinik.

Herzlicher Dank geht an die Stiftung Universitätsmedizin Essen. Den Raum mit Möbeln – von Stühlen in blau und gelb bis hin zu farbenfrohen Sofakissen – einzurichten, war durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung möglich, die für die Ukraine-Nothilfe Spenden gesammelt hat und weiterhin sammelt. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern von Herzen. Wenn Sie hier ebenfalls unterstützen möchten, wenden Sie sich gerne an Fr. Carina Helfers unter carina.helfers@uk-essen.de.

RÜCKBLICK

Erfahrungen teilen. Mut machen. Einander stärken: Das war der Selbsthilfetag 2022

Am Samstag, 21. Mai 2022 fand – das erste Mal in Präsenz – unser 2. Selbsthilfetag der Universitätsmedizin Essen statt.

Erfahrungen teilen. Mut machen. Einander stärken: Das war der Selbsthilfetag 2022

„Wir fanden den Tag äußerst gelungen, weil er sehr kurzweilig war und getragen wurde von einer freundlichen und allen Gästen zugewandten Haltung“, so ziehen Mario Rosa-Bian, Interessengemeinschaft Niere e.V., und Barabara Larisch, Berg und Tal e.V., Resümee zum 2. Selbsthilfetag, der am Samstag, 21. Mai im Lehr- und Lernzentrum stattgefunden hat.

Themen der Vorträge und Workshops waren beispielsweise Placebo- und Nocebo-Effekt, Mind-Body-Medizin oder gesunde Ernährung für Mensch und Planet. Etwa 15 Gruppen und Selbsthilfeorganisationen präsentierten sich außerdem auf einem Markt der Möglichkeiten; die Klinik für Neurologie war mit einem Mitmach-Stand dabei. „Es lag uns am Herzen, unseren Gästen einen abwechslungsreichen Tag mit – endlich wieder – persönlichem Austausch und vielen neuen Informationen und Impulsen zu bieten. Ein großer Dank geht an alle Beteiligten der UME und der Selbsthilfe, die den Tag mit uns vor und hinter den Kulissen gestaltet haben“, so unsere Projektmitarbeiterin Stella Meijerink. Besonderes Highlight zum Abschluss: Der Rockchor 60+ der Music Academy Essen begeisterte mit Klassikern aus den 60´ern inklusive Stepptanzeinlage.  

Wir freuen uns schon auf den 3. Selbsthilfetag am Samstag, 13. Mai 2023.

KLIMAKRISE

Hitzeschutz: Was wir für uns und unsere Mitmenschen tun können

Hilfreiche Tipps, wie wir alle sicherer durch heiße Tage und Nächte kommen.

Hitzeschutz: Was wir für uns und unsere Mitmenschen tun können     

Die Sommer werden immer heißer. Das ist auch bei uns in Deutschland zu spüren. Dabei kann die Hitze auch schnell zur körperlichen Belastung werden und die eigene wie die Gesundheit unserer Lieben gefährden. Hier kommen ein paar Tipps, was Sie für sich und andere tun können*:

– Ausreichend trinken ist das A und O: Etwa 2 Liter Wasser, ungesüßte Tees oder andere mineralhaltige Getränke über den Tag verteilt – sofern nicht anders verordnet

– Getränke eher zimmerwarm als eisgekühlt zu sich nehmen

– Viel rohes Obst, Gemüse und generell leichte Kost wie Salate oder klare Suppen, Frucht- und Kaltschalen essen

– Tagsüber die Zimmer verschatten und Fenster schließen, nachts und früh am Morgen lüften

– Luftige, atmungsaktive und weitere Kleidung tragen

– Beim Schlafen leichte Bettwäsche oder einfach nur ein Laken verwenden

– Dem Körper Wärme entziehen durch feuchte Wickel oder durch Benetzen der Unterarme und Handgelenke mit Wasser

– Die Sonne meiden und in den Schatten setzen bzw. kühle Räumlichkeiten aufsuchen

– Hut und Sonnenlotion als Sonnenschutz verwenden

– (Anstrengende) körperliche Betätigung auf die Morgen- bzw. Abendstunden verlegen

Außerdem noch ein wichtiger Tipp: Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers und fragen Sie auch Nachbarn oder ältere, alleinlebende Menschen, wie es Ihnen geht. Achten Sie auf Kopfschmerzen, Schwindel, Erschöpfungsgefühl, Unwohlsein, Muskelschmerzen, Nervosität, Verwirrtheit. Und: Auch können unter Hitze leiden.

Wenn Ihnen das Thema Hitzeschutz (im Krankenhaus) wie uns am Herzen liegt, schauen Sie gerne bei Health for Future vorbei und unterzeichnen Sie den offenen Brief „Gesundheit im Schwitzkasten – Hitzeschutz im Krankenhaus jetzt!“ an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und die Amtskolleg*innen in den Bundesländern. Jede Stimme zählt unter: https://healthforfuture.de/aufrufe/offener-brief-zur-adapation-an-hitze/.

*Angelehnt an den Hitzemaßnahmenplan für stationäre Einrichtungen der Altenpflege gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, ein Projekt der Ludwig-Maximilians-Universität München.

SAVE THE DATE

1. Patientencafé Niere: Austausch für Transplantierte, Wartelistenpatient*innen und Angehörige

Am Donnerstag, 20. Oktober findet das erste Patientencafé für Nierentransplantierte, Wartelistenpatient*innen und Angehörige statt. Sie sind herzlich eingeladen!

1. Patientencafé Niere: Austausch für Transplantatierte, Wartelistenpatient*innen und Angehörige

Ab diesem Herbst finden die ersten Patientencafés für Nierentransplantierte, Wartelistenpatient*innen und Angehörige in der Universitätsmedizin Essen statt. Sie sind herzlich eingeladen!

Wann?                
Donnerstag, 20. Oktober 2022
Donnerstag, 09. Februar 2023
Donnerstag, 15. Juni 2023
Donnerstag, 19. Oktober 2022
– jeweils ab 16 Uhr –

Wer?
Nierentransplantierte, Wartelistenpatient*innen und Zugehörige

Was?
Austausch, Fragen, Miteinander

Wo?
Margot von Bonin-Haus, Hohlweg 8, Essen
(am Rande den Uniklinik-Geländes)

Begleitet wird das Angebot von Mario Rosa-Bian und Christian Wolfes. Inzwischen schon seit über 20 Jahren lebt Mario mit einer neuen Niere. Treffender formuliert: Mit einer ihm von einem anderen Menschen nach dessen Versterben geschenkten Niere. Seither engagiert er sich für Organtransplantierte und ihre Belange und teilt seine Erfahrungen – unter anderem im Patientenbeirat unseres Westdeutschen Zentrums für Organtransplantation. Christian, seines Zeichens passionierter Koch, Wartelistenpatient und ebenfalls Beiratsmitglied, wird seine Perspektive und den ein oder anderen Ernährungstipp inklusive Probier-Leckerei einbringen.

Bei dem Treffen steht der gemeinsame Austausch im Vordergrund. Wenn Sie dabei sein möchten, melden Sie sich gerne an unter: m.rosa-bian@niere-nrw.de

Weitere organspezifische Patientencafés sind bereits in Planung.

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